Bockshornklee. Trigonella foenum-graecum

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Herkunft und Traditionelle Verwendung

Bockshornklee ist eine in Indien, Asien sowie auch Ost- und Südeuropa heimische Pflanze. Er wird oft wegen dem aromatischen Duft seiner Samen als Gewürz verwendet und hat eine lange und bedeutende Geschichte als Heilmittel in vielen alten Kulturen. (1)

Ursprünglich wurde Bockshornklee in der TCM (Traditionell Chinesischen Medizin), im Ayurveda und auch in der europäischen Naturheilkunde präventiv und therapeutisch eingesetzt. In der TCM agiert er hauptsächlich als Nieren- und Leber Tonikum und in der Ayurveda wird die Pflanze geschätzt für ihre appetitanregenden und verdauungsunterstützenden Fähigkeiten. In Europa wurde Bockshornklee hauptsächlich bei Verdauungsproblemen und für stillende Frauen empfohlen, um die Milchproduktion zu erhöhen. (2)(3)

Angesichts dieser vielseitigen traditionellen Anwendungen, kann davon ausgegangen werden, dass die Pflanze mehrere interessante Anwendungsgebiete hat: Vorwiegend im Bereich Verdauung und Hormonhaushalt!

Bockshornklee bei Diabetes, Verdauungsproblemen und Appetitlosigkeit

Es wurden bisher einige Inhaltsstoffe von Bockshornklee gefunden und untersucht, die eine regulierende Wirkung auf den Blutzuckerspiegel vorweisen. Der bekannteste dieser Inhaltsstoffe ist 4-Hydroxyisoleucine, welcher einen positiven Einfluss auf den Glukose-Metabolismus hat. Zusätzlich wirkt sich die Synergie der Stoffe Trigonelline, Galactomannan und Trigoniside positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. (4)

Klinische Studien konnten den Nutzen von Bockshornklee zur Blutzuckerregulierung ebenfalls nachweisen: Es konnte eine signifikante Reduktion in Blutglukose und eine Verbesserung der HbA1C- Werten bei Patienten mit Diabetes Typ 2 festgestellt werden. (5)

Neben diesen ergebnisreichen Auswirkungen, soll Bockshornklee in der traditionellen Anwendung auch bei gastrointestinalen Problemen helfen, so wie bei Appetitlosigkeit und Obstipation. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse hierzu sind aber nicht aussagekräftig genug, da sie nicht klinisch an Menschen getestet wurden.

Milchproduktion und Hormonhaushalt

Bockshornklee ist eine der einzigen Pflanzen, welche von Hebammen regelmäßig und erfolgreich verwendet wird, um bei stillenden Frauen die Milchproduktion zu erhöhen. Der Grund dafür ist nicht eindeutig feststellbar. Aus Studien ist nachweisbar, dass die Pflanze einen Einfluss auf den Hormonhaushalt hat: bei Frauen sowie bei Männern. Einer Studie zufolge enthält Trigonella foenum-graecum einen hohen Anteil an steroidalen Saponinen, welche den Testosterongehalt und somit die Libido bei Männern und auch bei Frauen erhöht. (6)

Dies erklärt aber nicht automatisch den Effekt der erhöhten Milchproduktion. Dieser Effekt wurde in einigen klinischen Studien untersucht und nachgewiesen, jedoch fehlt dafür die pharmakologische Erklärung. Es wird vermutet, dass Bockshornklee einen respektiven psychologischen Effekt auf die Milchproduktion hat. Immerhin kann man davon ausgehen, dass die Pflanze sich auf den Hormonhaushalt, und somit eventuell auch auf die Milchproduktion auswirkt. (7)

Fazit: Bockshornklee als mystisches und altbewährtes Mittel

Bockshornklee kann auf sanfte und sichere Weise in präbiotischen Produkten zur Verdauungsunterstützung verwendet werden, so wie bei gewissen hormonalen Ungleichheiten. Die wissenschaftliche Unterbauung zu diesem aromatischen Gewürz fehlt teilweise leider noch, die Tradition aber nicht!

Quellenangabe:

  1. https://www.bockshornklee.eu/
  2. https://www.gaiaherbs.com/blogs/herbs/fenugreek
  3. https://theayurvedaexperience.com/blogs/tae/fenugreek-uses-benefits-side-effects?utm_campaign=fenugreek-uses-benefits-side-effects&utm_medium=rss&utm_source=rss
  4. https://examine.com/supplements/fenugreek/
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5954247/
  6. https://go.gale.com/ps/anonymous?id=GALE%7CA439109357&sid=googleScholar&v=2.1&it=r&linkaccess=abs&issn=22003886&p=AONE&sw=w
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501779/

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