Oregano. Origanum vulgare

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Herkunft und Traditionelle Verwendung

Der Oregano ist eine Pflanze der Lippenblütler (Lamiacaea) und ist in Südeuropa und dem Mittelmeergebiet heimisch. Er wird heutzutage, wegen seines aromatischen, warmen und leicht bitteren Aromas, vorwiegend in der Küche verwendet.

Origanum vulgare wird in Europa aber auch schon seit langem als Heilmittel geschätzt. In der Volksheilkunde dient er als Mittel gegen Appetitlosigkeit, Magen-Darm Beschwerden, Pilzbefall, grippalen Infekte und  Hauterkrankungen. (1)(2)

Carvacrol und Thymol: die kräftigen ätherischen Öle des Oreganos

Die Familie der Lippenblütler, worunter auch der Oregano fällt, besitzen sogenannte Trichome, haarähnliche Strukturen am Ende der Pflanze, welche es ermöglichen mehr Sonnenlicht aufzunehmen und die ätherischen Öle der Pflanze zu synthetisieren und zu speichern.(1)

Diese potenten ätherischen Öle sind die pharmakologischen Hauptbestandteile des Oreganos, worunter Carvacrol und Thymol. Diese Öle sind phenolische Monoterpene mit vielerlei Anwendungsgebieten: Sie wirken antibakteriell, antioxidativ und antikarzinogen. (3)(4)

Oreganoöl – Eine gute Alternative zu Antibiotika bei Magen-Darm Erkrankungen?

Carvacrol ist besonders wirksam gegen Bakterien, die Lebensmittelvergiftungen verursachen, sowie E. Coli, Salmonella, B. Cereus und P.aeruginosa und sogar amöbenartige Darmparasiten. Klinische Studien zu der antiparasitären Wirkung von Carvacrol bestätigen die Wirksamkeit und natürliche Bekämpfung der Bakterien.

Viele dieser Bakterienstämme weisen mittlerweile eine Antibiotikaresistenz auf und die Einnahme von natürlichen Mitteln verringert das Risiko von Resistenzbildung, im Vergleich mit de Einnahme von gängigen Antibiotika. (4)(6)

Obendrein auch hilfreich bei Viren und Pilzinfektionen!

Aber nicht nur die antibakterielle Eigenschaft von Carvacrol ist im Fokus der Wissenschaft über Origanum vulgare: Auch soll der Stoff in Kombination mit dem vorher genannten Thymol einen antiviralen Nutzen haben. Oregano hilft erfolgreich gegen den Norovirus, der schwere Magen-Darm-Erkrankungen verursacht. Desweiteren wurde eine 80% Verringerung aktiver Herpesviren bei der Verabreichung von Oreganoöl beobachtet.(7)

Das auch als “natürliches Antibiotikum” bezeichnete, Oregano-Öl kann innerlich wie äußerlich bei Candida-Pilzinfektionen und anderen entzündlichen Hauterkrankungen angewendet werden. Jedoch sollte es mit Vorsicht und nur in geringen Mengen verwendet werden, da es sehr potent ist und die Haut reizen kann. (8)

Oregano als Tee: die sanfte Variante

Die wissenschaftlichen Befunde konzentrieren sich meist auf die sehr potenten Inhaltsstoffe der ätherischen Öle des Oreganos, welche mit Vorsicht eingenommen werden sollten.

Oregano-Tee jedoch, besitzt nicht dieselben antifungalen und antibakteriellen Eigenschaften wie das Öl, jedoch regt er die Verdauung an, wirkt antioxidativ und reduziert somit freie Radikale und oxidativen Stress. Auch bei Beschwerden wie Halsweh und Bronchitis kann der Tee ohne Bedenken getrunken werden.

Oregano-Tee ist eine sanftere Variante zum Öl und kann jederzeit für mehr Wohlbefinden und eine sanfte Stärkung der Abwehr getrunken werden!

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