Kurkuma. Curcuma longa

kurkuma

          Herkunft und Traditionelle Verwendung

Kurkuma, oder auch „Gelbwurz“, ist eine knollenartige Wurzel und wird auch “Schwester des Ingwers” genannt. Die Pflanze gehört zur Familie der Ingwergewächse und kommt in den subtropischen und tropischen Gebieten Indiens und Südostasiens vor. Die Wurzel wird in diesen Ländern täglich verwendet und geschätzt für ihre vielseitigen Anwendungsgebiete.

Kurkuma dient dank seiner intensiv orangen Farbe als natürlicher Farbstoff. Auch wird die Wurzel als aromatisches Gewürz zum Kochen verwendet. Geschmacklich ähnelt Kurkuma dem Ingwer, jedoch ist Kurkuma weniger scharf und hat einen erdigen Geschmack. Die Wurzel gibt jedem Currypulver seine gelbe Farbe und ist in der indischen und asiatischen Küche nicht wegzudenken.

Das ist aber nicht ihre einzige Funktion: Kurkuma ist eine unglaublich potente Pflanze für die Gesundheit! In der indischen Volksheilkunde, dem Ayurveda, wird die Wurzel schon seit Jahrtausenden geschätzt und als Heilmittel anerkannt.

           Die Kurkumawurzel und ihre gesundheitsfördernden Qualitäten

Die Gelbwurz stärkt das Immunsystem, wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und verdauungsfördernd. Kurkuma ist ein antioxidativ wirkendes Mittel und hilft unserem Körper Toxine besser und schneller auszuscheiden. Zudem stimuliert sie die Leber und Galle und ist ein nicht-invasives Allheilmittel und Tonikum für all unsere Organsysteme! (1)

In diesem Beitrag wird auf Kurkuma im Kontext der traditionellen ayurvedischen Medizin eingegangen. Außerdem werden die medizinisch wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Kurkuma präsentiert, um die traditionellen Anwendungsgebiete wissenschaftlich zu unterstützen.

           Kurkuma, das Gold der ayurvedischen Medizin

Kurkuma hat in der Ayurveda schon seit Jahrtausenden einen besonderen Stellenwert. Die Pflanze hat bittere, adstringierende und scharfe Qualitäten. Sie gleicht alle 3 Doshas (= Körperenergien des Ayurvedas) aus und wirkt als Tonikum für das Immunsystem, den Verdauungstrakt und die Leber. Außerdem wird sie von ayurvedischen Ärzten zur Stärkung des kardiovaskulären Systems empfohlen. (3)(4)

Kurkuma kann bei Entzündungen aller Art, Hautkrankheiten, Leberkrankheiten, Allergien, Erkältungen und zur schnelleren Wundheilung angewendet werden. Die Gelbwurz aus dem Ayurveda wirkt als natürliches Antibiotikum und ist eine wertvolle Ergänzung in jeder gesunden und ausgeglichenen Ernährung! Tägliches Konsumieren von Kurkuma in der Nahrung, kann Krankheiten vorbeugen, sorgt für mehr Lebensenergie, und stärkt von innen heraus! (3)(4)

           Curcumin, der aktive Hauptbestandteil von Kurkuma

Es gibt hunderte wissenschaftliche und klinische Studien zu Kurkuma und seinem Hauptbestandteil Curcumin. Diese Studien fokussieren sich hauptsächlich auf die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften des Stoffes. Curcumin ist ein natürlich vorkommendes Polyphenol und soll ein wirksames Mittel sein bei Entzündungen, Stoffwechselerkrankungen, rheumatoider Arthritis, sowie bei Depressionen und Angstzuständen. (6)

Curcumin wirkt antioxidativ und hilft somit unseren Zellen um schädliche freie Radikale zu bekämpfen. Der Stoff wirkt als Mediator für ROS und RNS und aktiviert Enzyme, welche die Neutralisation von freien Radikalen bewirken. Curcumin hemmt zusätzlich auch ROS aktivierende Enzyme und Lipoxygenase. Der Stoff ist zudem lipophil und wirkt auf diesem Wege auch als Antioxidant. (6)

           Kurkuma als Heilmittel bei Rheumatoider Arthritis

Curcumin hat eine bedeutende Rolle in der Entzündungskaskade unseres Körpers. Wissenschaftliche Studien konnten bisher nachweisen, dass Curcumin die NF-kB Aktivierung blockiert, welches zu einer Steigerung von Entzündungsmediatoren führt. Dieser Effekt wirkt sich besonders günstig aus bei Rheumatoider Arthritis. (6)

Rheumatoide Arthritis ist eine schmerzhafte Gelenkskrankheit, welche höchstwahrscheinlich durch chronische Entzündungen verursacht wird. In einer klinischen Placebo-Studie wurde Curcumin und Piperine über 6 Wochen an Personen mit rheumabedingten Knieschmerzen verabreicht. Es konnte eine signifikante Verbesserung der Schmerzempfindung beobachtet werden. (6)

Der Grund für die Kombination von Curcumin und Piperine ist die bessere Bioverfügbarkeit: Curcumin wird äußerst schnell vom Körper eliminiert, wird es jedoch mit schwarzem Pfeffer kombiniert, steigert sich die Aufnahme um bis zu 2000%! (6)

           Gelbwurz für unser Immunsystem

Bei Erkältungen, Fieber und geschwächtem Immunsystem ist Kurkuma ein wirkungsvolles Mittel zur Wiederherstellung der Lebenskräfte. Kurkuma wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und immunaktivierend und schützt uns somit auf vielerlei Ebenen.

Die starke antibakterielle Wirkung von Curcumin wurde in Studien in vitro getestet und nachgewiesen. (8) Außerdem beeinflusst Curcumin die T-Lymphozyten, die Dendritischen Zellen und Zytokine des Immunsystems und hat eine aktivierende Wirkung auf unsere gesamte Immunabwehr. (10)

           Fazit: Kurkuma wärmt und schützt uns von Innen heraus!

Traditionell und wissenschaftlich hat Kurkuma eine weltweite Bekanntheit für seine vielen gesundheitsfördernden Effekte erlangt, welche hauptsächlich durch ihre antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften erklärt wird. Kurkuma und ihr aktiver Bestandteil, Curcumin,  wirkt als Immun-Tonikum, aktiviert den Metabolismus und verbessert das Schmerzempfinden. Kurkuma stärkt, aktiviert, wärmt und ist ein Tonikum für den ganzen Körper!

Literatur:

  1. “Curcuma longa. Turmeric” https://www.gaiaherbs.com/blogs/herbs/turmeric
  2. “Kurkuma ist mehr als nur orange” https://seven-ayurveda.ch/sevenayurvedablog/kurkuma-ayurveda
  3. “5 Benefits of Turmeric, Ayurveda’s Golden Botanical”https://mapi.com/blogs/articles/5-benefits-of-turmeric-ayurveda-s-golden-botanical
  4. “Curcumin” https://examine.com/supplements/curcumin/research/#sources-and-structure
  5. “Efficacy of Turmeric Extracts and Curcumin for Alleviating the Symptoms of Joint Arthritis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Clinical Trials” https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5003001/
  6. “Antibacterial effects of curcumin: An in vitro minimum inhibitory concentration study” https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0748233713498458?journalCode=tiha
  7. “Therapeutic effects of curcumin in inflammatory and immune-mediated diseases: A nature-made jack-of-all-trades“ https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28059453/
  8. “Curcumin: A natural modulator of immune cells in systemic lupus erythematosus” https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1568997217302896