Omega-3 · DHA · Docosahexaensäure

DHA: Docosahexaensäure einfach erklärt

DHA steht für Docosahexaensäure und gehört zu den langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Sie ist Bestandteil von Zellmembranen und spielt insbesondere bei den zugelassenen Aussagen zur normalen Gehirnfunktion und zur Erhaltung einer normalen Sehkraft eine besondere Rolle.

DHA 22:6 n-3
Grundlagen

Was ist DHA?

Docosahexaensäure, kurz DHA, ist eine langkettige, mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure. Sie besteht aus 22 Kohlenstoffatomen und besitzt sechs Doppelbindungen. Deshalb wird DHA auch als 22:6 n-3 bezeichnet.

Name

Docosahexaensäure

Abkürzung

DHA

Struktur

22 Kohlenstoffatome und sechs Doppelbindungen

Fettsäurefamilie

Langkettige Omega-3-Fettsäure

DHA ist nicht gleich EPA: Beide gehören zu den langkettigen Omega-3-Fettsäuren, unterscheiden sich jedoch in ihrer Struktur und teilweise in ihren physiologischen Funktionen.
Funktionen

Welche Funktionen hat DHA?

DHA unterscheidet sich von EPA insbesondere dadurch, dass für DHA eigene zugelassene gesundheitsbezogene Angaben zur normalen Gehirnfunktion und zur normalen Sehkraft bestehen. Gemeinsam mit EPA besteht zudem eine zugelassene Aussage zur normalen Herzfunktion.

DHA

Gehirnfunktion

DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA ein.

DHA

Sehkraft

DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Sehkraft bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA ein.

EPA + DHA

Herzfunktion

EPA und DHA tragen gemeinsam zu einer normalen Herzfunktion bei. Hier wird DHA gemeinsam mit EPA betrachtet.

Ernährung

Welche Lebensmittel enthalten DHA?

DHA findet sich vor allem in marinen Nahrungsquellen. Neben fettreichem Fisch sind insbesondere bestimmte Mikroalgen eine direkte Quelle für DHA.

Fisch

Marine DHA-Quellen

  • Hering
  • Makrele
  • Sardinen
  • Lachs
  • Fischöl
Mikroalgen

Pflanzliche DHA-Quelle

Bestimmte Mikroalgen können DHA direkt bilden. Daraus gewonnene Algenöle werden deshalb insbesondere für vegane Omega-3-Produkte eingesetzt.

  • direkte DHA-Quelle
  • für vegane Produkte geeignet
  • EPA-Gehalt abhängig von Algenart und Rohstoff
Wichtig: Leinöl, Chiasamen und Walnüsse sind zwar Omega-3-Quellen, liefern jedoch hauptsächlich Alpha-Linolensäure (ALA). Eine ALA-Quelle ist daher nicht mit einer direkten DHA-Quelle gleichzusetzen.
Vergleich

Was ist der Unterschied zwischen DHA und EPA?

DHA und EPA treten in vielen Omega-3-Produkten gemeinsam auf. Chemisch handelt es sich jedoch um zwei unterschiedliche Fettsäuren.

DHA

Docosahexaensäure

  • 22 Kohlenstoffatome
  • 6 Doppelbindungen
  • Kurzschreibweise 22:6 n-3
  • eigener Claim zur Gehirnfunktion
  • eigener Claim zur Sehkraft
EPA

Eicosapentaensäure

  • 20 Kohlenstoffatome
  • 5 Doppelbindungen
  • Kurzschreibweise 20:5 n-3
  • häufig gemeinsam mit DHA enthalten
  • gemeinsamer Herz-Claim mit DHA
Besondere Lebensphase

DHA in Schwangerschaft und Stillzeit

DHA wird auch im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Stillzeit besonders betrachtet. Für die mütterliche DHA-Aufnahme bestehen eigene zugelassene gesundheitsbezogene Angaben zur Entwicklung des Kindes.

+ 200 mg DHA

Mütterliche DHA-Aufnahme

Die Aufnahme von DHA durch die Mutter trägt zur normalen Gehirnentwicklung des Fötus und des gestillten Säuglings bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 200 mg DHA zusätzlich zur empfohlenen täglichen Aufnahme von 250 mg EPA und DHA ein.

Nährstoffkontext

Welche Co-Faktoren sind bei DHA interessant?

Auch DHA benötigt keinen einzelnen Vitamin- oder Mineralstoff-Co-Faktor, der zwingend gemeinsam eingenommen werden muss. Interessant sind vielmehr der Zusammenhang mit EPA, die oxidative Stabilität langkettiger Omega-3-Fettsäuren und die gesamte Nährstoffversorgung.

Omega-3

EPA

EPA ist kein klassischer Cofaktor von DHA, aber ein wichtiger Omega-3-Partner. Beide kommen häufig gemeinsam in Omega-3-Ölen vor und werden beim zugelassenen Claim zur normalen Herzfunktion gemeinsam betrachtet.

Antioxidans

Vitamin E

DHA ist aufgrund seiner sechs Doppelbindungen besonders ungesättigt. Antioxidativer Schutz und eine gute oxidative Stabilität sind daher bei DHA-haltigen Ölen wichtige Qualitätsaspekte.

Ernährung

Gesamtkontext

Vitamine und Mineralstoffe sind an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Daraus lässt sich jedoch keine spezielle Pflichtkombination aus DHA und einzelnen Mikronährstoffen ableiten.

Kein „DHA-Aktivator“ erforderlich: Aussagen wie „DHA funktioniert nur zusammen mit Vitamin X oder Mineralstoff Y“ wären zu pauschal. DHA sollte vielmehr im Zusammenhang mit der gesamten Omega-3-Versorgung und der Qualität der verwendeten Quelle betrachtet werden.
Nahrungsergänzung

DHA in Omega-3-Kapseln

Bei einem Omega-3-Produkt sollte der DHA-Gehalt separat betrachtet werden. Eine hohe Fischölmenge bedeutet nicht automatisch, dass das Produkt auch eine hohe Menge DHA enthält.

01

DHA prüfen

Wie viele Milligramm DHA liefert die empfohlene Tagesportion?

02

EPA prüfen

Welche EPA-Menge ist zusätzlich enthalten und wie hoch ist EPA + DHA insgesamt?

03

Quelle prüfen

Stammt das DHA aus Fischöl oder Mikroalgenöl und welche Qualitätsmerkmale werden angegeben?

Häufige Fragen

DHA FAQ

Was bedeutet DHA?

DHA steht für Docosahexaensäure. Sie ist eine langkettige mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure mit 22 Kohlenstoffatomen und sechs Doppelbindungen.

Ist DHA Omega-3?

Ja. DHA ist eine bestimmte Omega-3-Fettsäure. Omega-3 bezeichnet jedoch eine ganze Familie verschiedener Fettsäuren, zu denen unter anderem auch EPA und ALA gehören.

Was ist der Unterschied zwischen DHA und EPA?

DHA besitzt 22 Kohlenstoffatome und sechs Doppelbindungen, EPA 20 Kohlenstoffatome und fünf Doppelbindungen. Beide gehören zu den langkettigen Omega-3-Fettsäuren, besitzen aber teilweise unterschiedliche physiologische Funktionen. EPA und DHA ausführlich vergleichen.

Welche Funktion hat DHA für das Gehirn?

DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA ein. Mehr über DHA und Gehirnfunktion.

Welche Funktion hat DHA für die Sehkraft?

DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Sehkraft bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA ein. Mehr über DHA und Sehkraft.

Welche Lebensmittel enthalten DHA?

DHA kommt insbesondere in fettreichen Fischen wie Hering, Makrele, Sardinen und Lachs vor. Bestimmte Mikroalgen und daraus gewonnene Algenöle können ebenfalls direkt DHA liefern.

Gibt es veganes DHA?

Ja. Bestimmte Mikroalgenöle liefern DHA direkt und werden deshalb als vegane DHA-Quelle in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt.

Ist DHA in Schwangerschaft und Stillzeit wichtig?

Für die mütterliche DHA-Aufnahme bestehen spezielle zugelassene gesundheitsbezogene Aussagen zur normalen Entwicklung des Gehirns beziehungsweise der Augen des Fötus und gestillten Säuglings. Dafür gelten besondere Bedingungen hinsichtlich der täglichen DHA-Aufnahme.

Welche Co-Faktoren benötigt DHA?

DHA benötigt keinen einzelnen Vitamin- oder Mineralstoff-Co-Faktor, der zwingend zusammen mit DHA aufgenommen werden muss. Interessant sind insbesondere EPA als weiterer Omega-3-Partner und der antioxidative Schutz DHA-reicher Öle.

Fazit
DHA ist eine eigenständige langkettige Omega-3-Fettsäure. Besonders hervorzuheben sind ihre zugelassenen Funktionen für die Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion und einer normalen Sehkraft sowie ihre gemeinsame Funktion mit EPA für das Herz.