Omega-3 · EPA · Eicosapentaensäure

EPA: Eicosapentaensäure einfach erklärt

EPA steht für Eicosapentaensäure und gehört zu den langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Sie kommt vor allem in marinen Quellen vor und wird in Omega-3-Produkten häufig gemeinsam mit DHA eingesetzt.

EPA 20:5 n-3
Grundlagen

Was ist EPA?

Eicosapentaensäure, kurz EPA, ist eine mehrfach ungesättigte langkettige Omega-3-Fettsäure. EPA besitzt 20 Kohlenstoffatome und fünf Doppelbindungen und wird deshalb auch als 20:5 n-3 bezeichnet.

Name

Eicosapentaensäure

Abkürzung

EPA

Struktur

20 Kohlenstoffatome und fünf Doppelbindungen

Fettsäurefamilie

Langkettige Omega-3-Fettsäure

EPA ist nicht DHA: Beide gehören zwar zu den langkettigen Omega-3-Fettsäuren, unterscheiden sich aber in ihrer Struktur und teilweise auch in ihren physiologischen Funktionen.
Funktion

Welche Funktion hat EPA?

EPA ist Bestandteil des menschlichen Fettsäurestoffwechsels und kommt in verschiedenen Zellmembranen und Lipidverbindungen vor. Ernährungsphysiologisch wird EPA häufig gemeinsam mit DHA betrachtet.

EPA + DHA

Gemeinsam für die normale Herzfunktion

EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg EPA und DHA ein.

Wichtig: Aussagen zu Gehirnfunktion und Sehkraft sollten nicht pauschal EPA zugeschrieben werden. Die entsprechenden zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen beziehen sich speziell auf DHA.
Ernährung

Welche Lebensmittel enthalten EPA?

EPA findet sich hauptsächlich in marinen Nahrungsquellen. Fettreiche Fische gehören zu den klassischen natürlichen Quellen langkettiger Omega-3-Fettsäuren.

Fisch

Natürliche EPA-Quellen

  • Hering
  • Makrele
  • Sardinen
  • Lachs
Omega-3-Öle

Konzentrierte Quellen

  • Fischöl
  • Fischölkonzentrate
  • bestimmte Mikroalgenöle
  • Omega-3-Kapseln
Leinöl, Chiasamen oder Walnüsse enthalten zwar Omega-3, liefern aber hauptsächlich Alpha-Linolensäure (ALA) und sind deshalb nicht mit einer direkten EPA-Quelle gleichzusetzen.
Nährstoffkontext

Welche Co-Faktoren sind bei EPA interessant?

EPA benötigt keinen einzelnen Vitamin- oder Mineralstoff-Co-Faktor, damit es seine Funktion erfüllt. Interessant sind jedoch Nährstoffe und Rahmenbedingungen, die im Zusammenhang mit Omega-3-Stoffwechsel, Fettsäureschutz oder einer kombinierten Versorgung stehen.

Omega-3

DHA

DHA ist kein klassischer Co-Faktor von EPA, aber sein wichtigster Omega-3-Partner. Fischöle enthalten häufig beide Fettsäuren. Auch die zugelassene Aussage zur normalen Herzfunktion betrachtet EPA und DHA gemeinsam.

Antioxidans

Vitamin E

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind oxidationsanfällig. Vitamin E ist ein fettlösliches Antioxidans und trägt zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei. Antioxidativer Schutz ist daher insbesondere bei Omega-3-Ölen technologisch und ernährungsphysiologisch interessant.

Stoffwechsel

Mikronährstoffe

Verschiedene Vitamine und Mineralstoffe wirken allgemein als Coenzyme oder Cofaktoren enzymatischer Stoffwechselprozesse. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass Magnesium, Zink oder einzelne B-Vitamine spezifische notwendige „EPA-Co-Faktoren“ sind.

Die wichtige Unterscheidung: Bei EPA sollte man nicht mit einer festen „Co-Faktor-Formel“ arbeiten. Wissenschaftlich sauberer ist die Trennung zwischen DHA als weiterer Omega-3-Fettsäure, antioxidativem Schutz und allgemeinen Cofaktoren des Stoffwechsels. Ein zusätzlicher Mikronährstoff ist keine Voraussetzung dafür, EPA als EPA aufzunehmen.
Nahrungsergänzung

EPA in Omega-3-Kapseln

Bei Omega-3-Kapseln sollte EPA nicht anhand der gesamten Fischölmenge beurteilt werden. Entscheidend ist die konkret deklarierte EPA-Menge pro Kapsel beziehungsweise pro Tagesportion.

01

EPA prüfen

Wie viele Milligramm EPA enthält die Tagesportion tatsächlich?

02

DHA prüfen

EPA und DHA sollten getrennt ausgewiesen und anschließend gemeinsam betrachtet werden.

03

Ölmenge einordnen

Eine hohe Gesamtmenge an Fischöl bedeutet nicht automatisch einen hohen EPA-Gehalt.

Häufige Fragen

EPA FAQ

Was bedeutet EPA?

EPA steht für Eicosapentaensäure. Sie ist eine langkettige mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure mit 20 Kohlenstoffatomen und fünf Doppelbindungen.

Ist EPA dasselbe wie Omega-3?

Nein. Omega-3 bezeichnet eine ganze Fettsäurefamilie. EPA ist eine bestimmte Omega-3-Fettsäure. Weitere wichtige Vertreter sind DHA und ALA.

Was ist der Unterschied zwischen EPA und DHA?

EPA und DHA sind unterschiedliche langkettige Omega-3-Fettsäuren. EPA besitzt 20 Kohlenstoffatome und fünf Doppelbindungen, DHA 22 Kohlenstoffatome und sechs Doppelbindungen. EPA und DHA ausführlich vergleichen.

Welche Funktion hat EPA?

Für die Verbraucherkommunikation besonders relevant ist die gemeinsame Funktion mit DHA: EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg EPA und DHA ein.

Hat EPA auch eine Funktion für Gehirn und Sehkraft?

Die zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion und einer normalen Sehkraft beziehen sich auf DHA. Sie sollten deshalb nicht einfach auf EPA übertragen werden.

Welche Lebensmittel enthalten EPA?

EPA kommt vor allem in marinen Quellen vor, darunter fettreiche Fische wie Hering, Makrele, Sardinen und Lachs sowie Fischöl. Bestimmte Mikroalgenöle können ebenfalls EPA enthalten.

Enthält Leinöl EPA?

Leinöl ist vor allem eine Quelle für Alpha-Linolensäure (ALA). Es ist deshalb nicht mit einer direkten EPA-Quelle wie Fischöl oder einem geeigneten Mikroalgenöl gleichzusetzen.

Welche Co-Faktoren benötigt EPA?

Es gibt keinen einzelnen Vitamin- oder Mineralstoff-Co-Faktor, der zwingend zusammen mit EPA aufgenommen werden muss. DHA ist ein wichtiger Omega-3-Partner, während antioxidative Komponenten wie Vitamin E im Zusammenhang mit dem Schutz ungesättigter Fettsäuren interessant sind.

Ist mehr EPA automatisch besser?

Nein. Eine höhere EPA-Menge ist nicht automatisch ernährungsphysiologisch sinnvoller. EPA sollte im Zusammenhang mit DHA, der gesamten Tageszufuhr und dem jeweiligen Verwendungszweck beurteilt werden.

Fazit
EPA ist eine eigenständige langkettige Omega-3-Fettsäure. Für eine sinnvolle Einordnung sollte EPA nicht isoliert betrachtet werden: Besonders wichtig sind das Verhältnis zu DHA, die tatsächliche Tagesmenge und die Qualität der verwendeten Omega-3-Quelle.