Omega-3 · Gehirn · DHA

Omega-3 und Gehirn: Welche Rolle spielt DHA?

Wenn es um Omega-3 und die normale Gehirnfunktion geht, steht insbesondere DHA im Mittelpunkt. DHA steht für Docosahexaensäure und gehört zu den langkettigen Omega-3-Fettsäuren.

250 mg DHA täglich
Zugelassener Zusammenhang

DHA und normale Gehirnfunktion

Omega-3 umfasst verschiedene Fettsäuren. Die zugelassene gesundheitsbezogene Aussage zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bezieht sich speziell auf DHA.

DHA

Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion

DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA ein.

Wichtig: Diese Aussage bedeutet nicht, dass DHA Gedächtnisstörungen, Demenz, Depressionen oder andere neurologische Erkrankungen behandelt oder verhindert. Der zugelassene Zusammenhang bezieht sich auf die Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion.
Docosahexaensäure

Warum steht DHA beim Gehirn im Mittelpunkt?

DHA ist eine langkettige, mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure. Sie besteht aus 22 Kohlenstoffatomen und besitzt sechs Doppelbindungen. Die Kurzschreibweise lautet 22:6 n-3.

DHA

Abkürzung für Docosahexaensäure.

22:6 n-3

22 Kohlenstoffatome und sechs Doppelbindungen.

Zellmembranen

DHA ist Bestandteil von Membranlipiden und kommt auch im Nervengewebe vor.

Omega-3

DHA gehört zusammen mit EPA zu den langkettigen Omega-3-Fettsäuren.

Tageszufuhr

Warum werden 250 mg DHA genannt?

Die Menge von 250 mg DHA pro Tag gehört zu den Bedingungen des zugelassenen Zusammenhangs mit der Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion.

01

DHA identifizieren

Prüfe zuerst, ob ein Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich DHA enthält.

02

Tagesportion prüfen

Bei einem Nahrungsergänzungsmittel ist die DHA-Menge der empfohlenen Tagesportion entscheidend und nicht allein die Ölmenge.

03

250 mg DHA

Der positive Effekt auf die Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA ein.

Nicht verwechseln: 250 mg Fischöl oder 250 mg Gesamt-Omega-3 sind nicht automatisch 250 mg DHA. Bei Produkten sollte die konkret ausgewiesene DHA-Menge geprüft werden.
Omega-3 differenzieren

DHA oder EPA: Welche Fettsäure ist fürs Gehirn relevant?

EPA und DHA treten in vielen Omega-3-Produkten gemeinsam auf. Für die zugelassene Aussage zur normalen Gehirnfunktion ist jedoch DHA die entscheidende Fettsäure.

DHA

Docosahexaensäure

  • 22 Kohlenstoffatome
  • 6 Doppelbindungen
  • langkettige Omega-3-Fettsäure
  • zugelassene Aussage zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion
EPA

Eicosapentaensäure

  • 20 Kohlenstoffatome
  • 5 Doppelbindungen
  • langkettige Omega-3-Fettsäure
  • kein entsprechender zugelassener Einzelclaim zur normalen Gehirnfunktion
EPA ist deshalb nicht „unwichtig“: EPA und DHA sind unterschiedliche Omega-3-Fettsäuren und kommen häufig gemeinsam vor. Es wäre jedoch regulatorisch und fachlich unpräzise, den DHA-spezifischen Claim zur normalen Gehirnfunktion einfach auf EPA zu übertragen.
Ernährung

Welche Lebensmittel liefern DHA?

DHA findet sich besonders in marinen Quellen. Neben fettreichem Fisch können bestimmte Mikroalgen DHA direkt bilden und als Quelle für DHA-reiche Algenöle dienen.

Fisch

Marine DHA-Quellen

  • Hering
  • Makrele
  • Sardinen
  • Lachs
  • Fischöl
Mikroalgen

Vegane DHA-Quelle

Bestimmte Mikroalgen bilden DHA direkt. Aus ihnen gewonnene Algenöle können deshalb DHA bereitstellen, ohne dass hierfür Fischöl verwendet werden muss.

  • direkte DHA-Quelle
  • vegane Produkte möglich
  • EPA-Gehalt produktabhängig
ALA ist nicht DHA: Leinöl, Chiasamen und Walnüsse liefern vorwiegend Alpha-Linolensäure (ALA). Diese pflanzliche Omega-3-Fettsäure sollte nicht mit einer direkten DHA-Zufuhr gleichgesetzt werden.
Schwangerschaft & Stillzeit

DHA und die Entwicklung des Gehirns

Von der Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei Erwachsenen zu unterscheiden sind spezielle zugelassene Angaben zur mütterlichen DHA-Aufnahme während Schwangerschaft und Stillzeit.

+ 200 mg DHA

DHA während Schwangerschaft und Stillzeit

Die Aufnahme von DHA durch die Mutter trägt zur normalen Gehirnentwicklung des Fötus und des gestillten Säuglings bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 200 mg DHA zusätzlich zur empfohlenen täglichen Aufnahme von 250 mg EPA und DHA ein.

Zwei unterschiedliche Aussagen: Die Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion und die normale Gehirnentwicklung während Schwangerschaft beziehungsweise Stillzeit haben unterschiedliche Zielgruppen und Bedingungen und sollten nicht miteinander vermischt werden.
Nahrungsergänzung

DHA in Omega-3-Kapseln

Bei Omega-3-Kapseln sollte für die DHA-Zufuhr nicht nur die gesamte Fischöl- oder Omega-3-Menge betrachtet werden. Entscheidend ist der konkret deklarierte DHA-Gehalt pro Tagesportion.

01

Ölmenge

Wie viel Fischöl oder Algenöl liefert die Tagesportion?

02

DHA

Wie viele Milligramm DHA sind darin tatsächlich enthalten?

03

EPA

Wie viel EPA liefert das Produkt zusätzlich und wie sind EPA und DHA zusammengesetzt?

Fischöl ≠ DHA

Die Gesamtölmenge reicht nicht

1.000 mg Fischöl entsprechen nicht automatisch 1.000 mg DHA. Für einen sinnvollen Vergleich muss die tatsächlich deklarierte DHA-Menge betrachtet werden.

Versorgung

DHA und der Omega-3-Index

Die tägliche DHA-Zufuhr und ein gemessener Omega-3-Index sind nicht dasselbe. Beim Omega-3-Index werden EPA und DHA in den Membranen roter Blutkörperchen untersucht.

Häufige Fragen

Omega-3 und Gehirn FAQ

Ist Omega-3 gut für das Gehirn?

Bei dieser Formulierung sollte präzisiert werden, welche Omega-3-Fettsäure gemeint ist. DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA ein.

Ist DHA oder EPA wichtiger für das Gehirn?

Für den zugelassenen Health Claim zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion ist DHA relevant. Für EPA besteht kein entsprechender zugelassener Einzelclaim. Das bedeutet jedoch nicht, dass EPA generell „unwichtig“ ist.

Wie viel DHA braucht man für die normale Gehirnfunktion?

Die positive Wirkung im Sinne des zugelassenen Health Claims stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA ein.

Verbessert DHA das Gedächtnis?

Aus dem zugelassenen Claim zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion kann nicht pauschal abgeleitet werden, dass die Einnahme von DHA bei gesunden Personen das Gedächtnis verbessert. Solche Aussagen müssen von der zugelassenen Aussage zur normalen Gehirnfunktion getrennt betrachtet werden.

Hilft Omega-3 gegen Demenz oder Alzheimer?

Der zugelassene Health Claim für DHA beschreibt die Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion. Daraus kann keine Aussage abgeleitet werden, dass Omega-3 oder DHA Demenz beziehungsweise Alzheimer verhindert, behandelt oder heilt.

Welche Lebensmittel enthalten DHA?

DHA kommt insbesondere in fettreichen Meeresfischen wie Hering, Makrele, Sardinen und Lachs vor. Bestimmte Mikroalgenöle können DHA ebenfalls direkt bereitstellen.

Enthält Leinöl DHA?

Leinöl liefert hauptsächlich Alpha-Linolensäure (ALA). Es ist deshalb nicht mit einer direkten DHA-Quelle wie Fischöl oder geeignetem Mikroalgenöl gleichzusetzen.

Gibt es veganes DHA?

Ja. DHA kann direkt aus bestimmten Mikroalgen gewonnen werden. Algenöl wird deshalb häufig als vegane DHA-Quelle verwendet.

Ist DHA auch in der Schwangerschaft relevant?

Ja. Für die mütterliche DHA-Aufnahme existieren eigene zugelassene Aussagen zur normalen Gehirnentwicklung des Fötus und des gestillten Säuglings. Hierfür gelten eigene Bedingungen, die vom allgemeinen Claim zur normalen Gehirnfunktion zu unterscheiden sind.

Fazit
Bei „Omega-3 fürs Gehirn“ sollte vor allem DHA betrachtet werden. DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei. Entscheidend ist dabei die tatsächlich aufgenommene DHA-Menge und nicht allein die Angabe „Fischöl“ oder „Omega-3“.
DHA

Die für den zugelassenen Zusammenhang mit der normalen Gehirnfunktion relevante Omega-3-Fettsäure.

250 mg DHA

Tagesmenge, bei der sich der positive Effekt auf die normale Gehirnfunktion einstellt.

Fisch- oder Algenöl

Beide können direkte Quellen für DHA sein, abhängig von der konkreten Zusammensetzung.